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Unsere St. ANDREAS-Kirche zu Ostönnen wurde im Jahre 1169 zum ersten Male urkundlich erwähnt. Erste Spuren weisen auf eine frühe Holzkirche aus dem 9. Jh. hin (Brandschicht). Es handelt sich um eine der ganz wenigen stilrein erhaltenen romanischen Dorfkirchen Westfalens: eine kreuzgratgewölbte Pfeilerbasilika mit Apsis, Chorquadrat und Westturm. Folgende kunst- und kulturhistorische Zeugnisse schmücken unsere Kirche:
-- In der Mitte des Apsisgewölbes thront in der Mandelglorie Christus, umgeben von den Evangelistensymbolen und je zwei fürbittenden Heiligen. Bei Restaurierungsarbeiten 1960/61 wurden die originalen Farbreste aus der Erstehungszeit Anfang des 13. Jh.
freigelegt und mit Grautönen ergänzt.
-- Den Eingang des Altarraums bildet der Triumphbogen, in dem der Abdruck eines spätromanischen Kruzifixes angebracht ist.
-- Der ca. eintausend Jahre alte Taufstein aus Grünsandstein steht im nördlichen Seitenschiff.
-- Die Kanzel trägt ein mittelalterliches Holzrelief.
-- Die Orgel (s. Orgel) mit einem
barocken Prospekt wurde 1722 von Johann Patroklus MÖLLER
aufgebaut. Neueste Forschungen vermuten älteste Teile aus der Zeit
vor der Reformation.
-- Die frühere alte Turmuhr war bereits als Schlaguhr im Jahre 1598 in der Kirche installiert.
Anfang d. 17. Jh. wurde sie von einer Waaguhr mit Spindelhemmung zur Pendeluhr (Entdeckung des Pendelgesetzes von Galileo GALILEI (1564 - 1642)) umgebaut. Inzwischen ist sie frisch restauriert wieder funktionsfähig.
-- Eine der ältesten Glocken der Soester Börde, die JOHANNES - Glocke, wurde im Jahre 1306 im Umfeld der Kirche gegossen. |